Neben dem RTB und ihrem Heimatverein, dem TV Jahn 06 e.V. Kapellen (Erft), dem sie seit 1967 angehörte, wurde Dagmar Schröder auf Landesebene aktiv, denn von 1980 bis 1983 war sie Stellvertretende Vorsitzende im Frauenbeirat des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und gehörte dem Gremium dann für einige Jahre Beisitzerin an.
Auf Bundesebene wählte sie der Deutsche Turner-Bund 1986 zur Frauenwartin im Präsidium. Sie blieb in dieser Position als Vorsitzende, als das Gremium ab 1990 zum DTB-Frauenausschusses wurde. Im DTB-Ehrungsausschuss übernahm sie bis 1996 den Vorsitz und blieb in der umbenannten Ehrungskommission als Mitglied. Aus dem DTB-Präsidium verabschiedete sie sich 1996.
1994 gab sie im Rheinland ihr Amt als Frauenwartin ab und wurde Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik. Im Jahre 2000 trat sie beim Rheinischen Turnerbund zurück und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Sie leitete danach aber noch den Gesundheitsausschuss.
Neben den rheinischen Turnerinnen und Turnern trauert auch ihr Verein Turnverein Jahn 1906 Kapellen/Erft um seine Ehrenpräsidentin Dagmar Schröder. Mit ihr verliert der Verein eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte das Vereinsleben und den Sport in Kapellen entscheidend geprägt hat. Seit 1967 war sie im Verein aktiv, zunächst als Frauenwartin (1968 bis 1973), später als Geschäftsführerin (bis 1980), Vizepräsidentin und schließlich viele Jahre als Präsidentin des TV Jahn. Unter ihrer Führung entwickelte sich der Verein von einem reinen Turnverein zu einem modernen Mehrspartenverein mit einem breiten Sport‑ und Gesundheitsangebot für alle Generationen.
Dagmar Schröder engagierte sich nicht nur im TV Jahn, sondern auch auf Kreis‑, Landes‑ und Bundesebene für den Sport. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde sie mit zahlreichen hohen Auszeichnungen geehrt, darunter der Verdienstorden des Landes Nordrhein‑Westfalen, die Sportplakette des Ministerpräsidenten, der Ehrenbrief des Deutschen Turner‑Bundes sowie mehrere Ehrennadeln und Ehrenmitgliedschaften.
Trotz ihrer vielen Funktionen blieb sie dem Sport vor Ort eng verbunden. Seit 1968 leitete sie als Übungsleiterin ihre Gymnastikgruppe und motivierte Generationen von Frauen zur Bewegung. Viele Mitglieder verbinden mit ihr nicht nur sportliche Erlebnisse, sondern auch persönliche Wertschätzung, klare Haltung und herzliche Zugewandtheit.
Wir werden ihr Andenken in Ehren halten und ihr Lebenswerk fortführen.
Präsidium des Rheinischen Turnerbundes