Rhönradturnen Sport

Rhönrad Weltmeisterschaft 2026 in Göttingen

Vom 01. bis 04. Juli 2026 fanden in Göttingen die Wettkämpfe der Rhönrad- und Cyr- Weltmeisterschaft statt. In der deutschen Delegation waren auch acht Personen aus dem Rheinischen Turnerbund vertreten.

Maria Kaas vom TSV Bayer 04 Leverkusen turnte im Rhönrad bei den Juniorinnen. Runa Tschekorsky Orloff vom AT Aachen trat im Cyr bei den Seniorinnen an und ihre Vereinskollegen Gereon Feldmann, Felix Friedt und Timon Francis Kielgas traten ebenfalls im Cyr aber bei den Senioren an. Außerdem saßen Andrea Parche vom TV Bredeney und Astrid Meurer vom TSV Bayer 04 Leverkusen im Kampfgericht. Marek Krings vom TSV Bayer 04 Leverkusen war Teil des deutschen Trainerteams.

Besonders erfolgreich verlief diese Weltmeisterschaft für Maria Kaas. Sie wurde zur Weltmeisterin in der Disziplin Spirale gekürt und wurde Vize-Weltmeisterin im Rhönrad-Mehrkampf sowie im Sprung. Mit einer Bronzemedaille im Geradeturnen komplettierte sie sich den Medaillensatz.
Weitere Medaillen gewannen Timon Francis Kielgas mit Silber im Cyr-Mehrkampf und Felix Friedt mit Bronze im Artistik-Finale.

Am Donnerstag stand für die Cyr-Turner:innen direkt das Mehrkampffinale an, während Maria sich im Rhönradturnen über das Halbfinale erst für die Finalwettkämpfe qualifizieren musste. Runa erhielt für ihr technisches Programm 14,00 Punkte und für ihr artistisches Programm 13,70 Punkte, damit belegte sie den fünften Platz im Mehrkampf und konnte sich für das Artistik-Finale qualifizieren. Gereon und Felix erturnten sich beide 14,50 Punkte im technischen Programm und lagen damit zur Halbzeit auf Platz drei, Timon erhielt 13,70 Punkte. Er konnte sich durch 14,00 Punkte im artistischen Programm in der Gesamtwertung nach vorne arbeiten und wurde Vize-Weltmeister im Mehrkampf. Bei Felix kamen 12,65 Punkte und bei Gereon 10,35 Punkte dazu, sie reihten sich auf dem fünften und siebten Platz ein. Timon und Felix konnten sich ebenfalls für das Artistik-Finale qualifizieren. Maria zeigte im Halbfinale die beste Spiralekür, die zweitbeste Geradekür und den viertbesten Sprung. Somit konnte sie sich zu allen drei Einzelfinals qualifizieren, außerdem hatte sie mit 49,45 Punkten die höchste Gesamtpunktzahl im Halbfinale und durfte damit auch im Mehrkampf-Finale nochmals ihre Übungen präsentieren. 

Am Freitag stand das Cyr-Battle und die Mehrkampf-Finals auf dem Programm. Beim Cyr-Battle starteten die Turner:innen im k.o.-System gegeneinander, leider konnte keiner der RTB-Turner:innen das (kleine) Finale erreichen und gingen an diesem Tag leer aus. Im Mehrkampf-Finale der Juniorinnen zeigte Maria wieder starke Leistungen und gewann mit 49,80 Punkten die Silbermedaille. Am Samstag fand das Artistik-Finale mit dem Cyr, sowie das Gerade-, Spirale- und Sprung-Finale mit dem Rhönrad statt. Im Artistik-Finale erturnte Runa sich 13,15 Punkte und belegte Platz sechs bei den Frauen. Bei den Männern erhielt Timon ebenfalls 13,15 Punkte und kam damit auf den fünften Platz. Felix gewann mit 13,85 Punkten die Bronzemedaille. Am dritten Tag in Folge zeigte Maria erneut alle drei Disziplinen. Im Sprungfinale turnte sie einen Salto rückwärts gebückt mit zwei Drehungen für den sie 15,45 Punkte erhielt und die Silbermedaille in dieser Disziplin gewinnen konnte. Im Geradeturnen zeigte das Kampfgericht 17,20 Punkte für Maria an. Mit dieser Punktzahl gewann sie die nächste Medaille –diesmal Bronze- aber denkbar knapp, denn Gold ging mit 17,30 Punkten an Elea Peter aus der Schweiz und Bar Dubinsky aus Israel. Im Spirale-Finale konnte Maria dann die beste Leistung der Konkurrenz zeigen und gewann mit 17,25 Punkten die Goldmedaille.