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KSB-RTB-Neujahrsempfang vernetzt Sport und Politik

Beim Neujahrsempfang am Sonntag (11. Januar 2026) begrüßten RTB-Präsidentin Ulla Koch sowie der Vorsitzende des Kreissportbundes Rheinisch-Bergischer Kreis (KSB), Uli Heimann, rund 70 Gäste aus Politik und Sport im Konferenzzentrum der Rheinischen Landesturnschule in Bergisch Gladbach.


(v.l.n.r.:) Ursula Koch (Präsidentin Rheinischer Turnerbund), Gäste beim Neujahrsempfang, Uli Heimann (Vorsitzender Kreissportbund RBK),


Kommunen könnten die neuen Fördermöglichkeiten für die NRW-Sportvereine nutzen

Erstes Thema beim gemeinsamen Neujahrsempfang vom Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis (KSB) und Rheinischen Turnerbund (RTB) waren die aktuellen verschiedenen Fördermöglichkeiten zur Sanierung von Sportstätten. Nur mit intakten Sportstätten können Sportvereine das Miteinander und die Lebensqualität in der Bevölkerung fördern. Auf Bundes- und Landesebene haben sich – nicht zuletzt durch die Bewerbung für die Olympischen Spiele – neue Fördermöglichkeiten ergeben, die die Sportvereine gerne gemeinsam über die Kommunen nutzen würden.


Die anschließende Diskussion verdeutlichte, dass die Zeitvorgaben, Förderrichtlinien und -voraussetzungen es den Kommunen nicht gerade einfach machen, dass sie die Gelder auch zeitnah abrufen können. Die anwesenden Kommunalvertreter haben darauf verwiesen, dass auch die erforderlichen Eigenmittel erstens ein Hindernis sind und zweitens die notwendigen Entscheidungswege Zeit brauchen, denn sie müssen in den Haushalten beschlossen werden.


Grußadressen und Impulsreferat (v.l.n.r.): Hinrich Schipper (Stellvertretender Landrat Rheinisch Bergischer Kreis), Stefan Klett (Präsident des Landessportbundes NRW) und Referent Patrick Hoemke (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt )


In seinem Grußwort betonte Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele hat bereits jetzt wichtige Impulse für den Sport in NRW gesetzt – von Investitionen in moderne Sportstätten bis zur Stärkung des Vereinssports. Damit diese Entwicklung weitergeht, braucht es ein klares Signal: Am 19. April sind die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Kommunen aufgerufen, über die Olympiabewerbung abzustimmen. Lassen Sie uns gemeinsam für ein positives Bürgervotum werben“, so Stefan Klett.


Hinrich Schipper versicherte den Gästen: "Der Rheinisch Bergische Kreis steht an der Seite des Sports und will die in Aussicht stehenden Fördermittel für die Sportinfrastruktur nutzen. Beide Verbände haben zusammen mehr Mitglieder, als der Kreis Einwohner hat", so der stellvertretende Landrat des Rheinisch Bergischen Kreises.

Auch die bevorstehende Volksbefragung für die Olympischen Spiele kann dem Sport sehr viel nutzen, wenn es Verbänden und Politik gelingt, hier eine Mehrheit zu gewinnen.


Im Impulsreferat zum Thema Ehrenamt präsentierte Patrick Hoemke (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt), aus Berlin online zugeschaltet, aktuelle Zahlen und Rahmenbedingungen zum Zustand des Ehrenamts. 27 Millionen Ehrenamtler gibt es derzeit in Deutschland, wobei der Sport einen großen Anteil hat. Die absoluten Zahlen geben keinen Anlass zur Sorge oder einer echten Krise. Allerdings hat sich die Art und Weise des Engagements verändert, denn es gibt einen Trend zu kurzfristigen oder projektbezogenen Beteiligungsformen. Dies bedeutet, dass sich immer weniger jüngere Personen langfristig in die Verantwortung begibt. Beteiligung, Kommunikation und Spaß sind die "neuen" Motivatoren, was durchaus im Sport eine Herausforderung darstellt.


Patrick Hoemke empfiehlt durchaus einen Blick auf die Internetseiten der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, wo man viele Informationen findet.



Podiumsdiskussion zu den Themen Ehrenamt und Fördermittel

Nach dem am 21.10.2025 vorgestellten „Nordrhein-Westfalen-Plan“ der NRW-Landesregierung erhalten die Kommunen über ein Förderprogramm des Landes zum einen zweckgebundene Mittel zur Sanierung und Modernisierung von Sportstätten. Zum anderen erhalten sie pauschale Zuweisungen. Auch diese können neben anderen Zwecken für Sportstätten genutzt werden.


Eine zusätzliche Fördermöglichkeit hat sich durch den am 16.10.2025 veröffentlichten Förderaufruf des Bundesbauministeriums zur sogenannten „Sportmilliarde“ ergeben. Der Förderaufruf umfasst Fördermittel in Höhe von 333 Millionen Euro.


Stephan Dekker, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Schule, Sport, Jugend und Soziales ​bei der Stadt Bergisch Gladbach, hob die teils angespannte Haushaltslage einiger Kommunen als Herausforderung in der Sportförderung hervor: „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht als Stadtverwaltung, gute Rahmenbedingungen insbesondere für den Schulsport, aber natürlich auch für die Vereine zu gewährleisten. Dies im Kontext mit der Haushaltssituation der Stadt Bergisch Gladbach zu erreichen, ist die Herausforderung, der wir uns stellen wollen und müssen.“

VIP-Gäste beim KSB-RTB-Neujahrsempfang: (v.l.n.r.): Henrik Beuning (Geschäftsführer Kreissportbund RBK, Dr. Peter Wastl (Präsident des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein), Stefan Klett (Präsident des Landessportbundes NRW), Dr. Michael Timm (Vizepräsident Verbände („Sprecher“) Landessportbund NRW), Hinrich Schipper (Stellvertretender Landrat Rheinisch Bergischer Kreis), Tülay Durdu (MdL – Sprecherin des Sportausschusses), Markus Schulze (Geschäftsführer Rheinischer Turnerbund), Uli Heimann (Vorsitzender Kreissportbund RBK), Ursula Koch (Präsidentin Rheinischer Turnerbund), Marc Kollbach (Leiter der Rheinischen Landesturnschule); Svenja Adametz (RTB Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik) und Stephan Dekker (Beigeordneter für Bildung, Kultur, Schule, Sport, Jugend und Soziales bei der Stadt Bergisch Gladbach)


Ehrungen für Jürgen Finke und Sarah Voss

Jürgen Finke wurde für sein langjähriges Engagement im RTB und im Turnverband Aggertal-Oberberg mit der DTB-Ehrennadel geehrt.

Die Turnerin Sarah Voss wurde für ihre außergewöhnliche sportliche Karriere, die sie auch zu den Olympischen Spiele in Paris führte und für ihr Engagement für den Nachwuchs ausgezeichnet.

Frische Impulse und Investitionen durch die Bewerbung um die Olympischen Spiele

„Dafür sein ist alles“ – unter diesem Motto bewirbt sich Deutschland um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036. Die Region Rhein-Ruhr ist Teil dieser Bewegung und betrachtet sich als „Sportland Nr. 1“ bzw. „Kraftzentrum des deutschen Sports“.


Köln, als eine der vier größten Städte Deutschlands, wurde als „Leading City“ unter den beteiligten 17 Städten für die Bewerbung ausgewählt. Dort soll auch das Olympische und Paralympische Dorf sowie das temporäre Leichtathletikstadion entstehen, welche nach den Spielen durch einen Teilrückbau und eine modulare Ergänzung zu einem neuen Stadtteil (Kreuzfeld) im Kölner Norden verschmelzen sollen.

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