02.03.2026 | 17:23
RSG
Zahlreiche Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) eine der komplexesten Sportarten darstellt, die betrieben werden kann. Es gibt nur wenige Sportarten, in denen Sportlerinnen (und auch Sportler) derart vielseitig und speziell ausgebildet sein müssen. Denn in der RSG werden nicht nur die Beweglichkeit und ein tänzerisches Talent benötigt, die alle vor Augen haben. Für den sportlichen Erfolg ist viel mehr erforderlich.
Alle Gymnastinnen zeichnet ein enormes Durchhaltevermögen aus. Ohne klare Ziele und einen ausgeprägten Ehrgeiz schaffen es die Athletinnen nicht, die koordinativen Grundfertigkeiten mit den fünf Handgeräten Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band zu perfektionieren. Doch erst wer diese zu 100 % umsetzen kann, wird die spektakulären Abwandlungen erlernen, die die zahlreichen Choreographien in der Einzel- und Gruppendisziplin auszeichnen und der Sportart ihren Varietécharakter verleihen.
Die spielerische Leichtigkeit, Eleganz und vollkommene Körperbeherrschung, die in allen Übungen an den Tag gelegt wird und das Publikum ins Staunen versetzt, kommen nicht von allein.
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RSG News
Drei verschiedene Wettkampftypen
Der Einzelwettkampf
Für Einzelgymnastinnen werden bei Weltmeisterschaften der Mehrkampf und die Einzelwettkämpfe mit den jeweiligen Handgeräten angeboten. Die Qualifikation zum Mehrkampffinale und zu den vier Einzelfinals erfolgt über einen speziellen Qualifikationswettkampf. Zum Mehrkampffinale werden die 24 besten Gymnastinnen der Qualifikation zugelassen, zu den Einzelfinals die acht besten Gymnastinnen je Handgerät.
Zum Programm der Olympischen Spiele gehört nur der Mehrkampf, bei World Games und Weltpokalturnieren werden nur Einzelwettkämpfe mit verschiedenen Handgeräten durchgeführt.
Eine Einzelübung darf zwischen 1:15 und 1:30 Minuten lang sein.
Der Gruppenwettkampf
Der Gruppenwettkampf ist ein echter Mannschaftswettbewerb, denn dabei steht zu keiner Zeit eine Gymnastin alleine auf der Wettkampffläche. Stattdessen führen fünf Gymnastinnen gemeinsam eine Übung durch. Insgesamt gehören sechs Gymnastinnen zu einer Gruppe, wobei die Zusammensetzung der Gruppe bei den verschiedenen Übungen unterschiedlich sein muss.
Der Gruppenwettkampf setzt sich in der Regel aus dem Allgemeinen Wettkampf (Mehrkampf, bestehend aus zwei verschiedenen Übungen) und den Finalkämpfen mit den jeweiligen Handgeräten zusammen. Die besten acht Gruppen pro Handgerät aus dem Mehrkampf qualifizieren sich für die Finalkämpfe.
Bei Olympischen Spielen wird nur der Gruppenmehrkampf ausgeschrieben, im Programm der World Games ist der Gruppenwettkampf nicht enthalten. Zum Programm der Weltpokalturniere gehören nur die Finalkämpfe mit den jeweiligen Handgeräten.
Eine Gruppenübung ist auf eine Länge von 2:15 bis 2:30 Minuten begrenzt.
Mannschaftswettkampf
Bei Weltmeisterschaften bilden drei oder vier Gymnastinnen des Einzelwettkampfes eine Mannschaft. Von zwölf Übungen werden zehn Übungen für das Mannschaftsergebnis gewertet.
Maximalpunktzahl: 20,00 Punkte
Die Wertung erfolgt in den drei Bereichen Schwierigkeit (Sprünge, Gleichgewichtselemente und Pirouetten in Verbindung mit Gerätbewegungen), künstlerischer Wert und Ausführung. Der maximale Wert beträgt 20,00 Punkte und setzt sich wie folgt zusammen: Schwierigkeit (max. 10,00 Punkte) plus künstlerischer Wert (max. 10,00 Punkte), beides addiert und durch den Faktor „2“ dividiert (ergibt max. 10,00 Punkte). Dieser Wert wird mit dem Wert der Ausführung (max. 10,00 Punkte) addiert und ergibt dann die Endnote (von max. 20,00 Punkten). Die Wertungsvorschriften heißen im Fachjargon „Code de Pointage“.