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Männliche U18 ist Europameister

Volle Ränge, bestes Wetter und spannende Spiele bot die Faustball Euro der U 18 und U 21 der Männer und Frauen am 19. und 20. Juli 2025 in Freistadt. Am Finaltag der U 18 Mannschaften standen die beiden deutschen Teams in ihren Finalspielen jeweils den Gastgebern aus Österreich gegenüber. Während sich die U 18 Frauen im Endspiel geschlagen geben mussten, holten die U 18 Männer in einem packenden Finale Gold.


U 18 Männer

Im Halbfinale machten es die deutschen Jungs erst einmal so richtig spannend. Das Trainergespann Kolja Meyer / Tim Lemke hatte offensichtlich aber schon das Endspiel im Blick, ließ alle Spieler zum Einsatz kommen, um die Starting-Five ein wenig zu schonen. Gegen das Team aus der Schweiz musste man aber über die volle Distanz gehen, die Taktik ging auf und das deutsche Team gewann am Ende knapp mit 3:2 (11:9, 6:11, 11:7, 6:11, 11:8). Die Österreicher hingegen machten in ihrem Halbfinale kurzen Prozess mit den Dänen, so kam es zur Neuauflage des Halbfinals der WM 2024.

Die österreichische U 18 erwischte einen sehr guten Start, führte 6:3, doch dann drehte sich das Spiel. Durch eine gute Defensivarbeit und gelungene Angriffe erhöhte Deutschland den Druck und gewann den ersten Satz mit 11:7. Gleiches Bild zu Beginn in Satz 2 – schnelle 4 Punkte Führung für Österreich, doch dieses Mal reichte es nicht mehr für das deutsche Team. 7:11 heißt es am Ende aus deutscher Sicht und somit Satzausgleich zum 1:1. Offener Schlagabtausch dann im 3. Satz: beide Angriffsreihen schenkten sich bis zum 5:5 nichts. Doch dann schlichen sich einige Flüchtigkeitsfehler bei Team Austria ein, was die deutschen Männer konsequent ausnutzten. Beim 9:5 schien der Satz bereits in trockenen Tüchern, doch erst in der Verlängerung konnte dann der Satzgewinn mit 12:10 verbucht werden. Den Schwung konnten die Jungs jedoch nicht mitnehmen, lagen schnell 2:6 zurück. Thorge Neddenriep kam für Hauptangreifer Jasper Weusthoff. Doch die Österreicher bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, gewinnen den Satz 11:3 – Ausgleich 2:2 nach Sätzen und Entscheidungssatz. Jasper Weusthoff kehrte als Hauptangreifer zurück und legte los wie die Feuerwehr. Konsequent nutzte er seine Chancen, bei 6:1 für Deutschland wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Druck auf Österreich groß, beim 10:3 hatte Deutschland sieben Matchbälle. Mit einem Angaben-Ass verwandelte Jasper Weusthoff den zweiten Matchball dann zum vielumjubelten 11:4 – damit holte sich Deutschland den verlorenen EM-Titel aus dem Jahr 2023 zurück.

 

Im Bild sitzend: 4. von links mit Nr.4 Paul Kloster (Leichlinger TV); Foto: https://faustball-liga.de/


Kader: Joris Finkel, Mats Hinrichs, Maximilian Ortmeier, Paul Kloster, Thorge Neddenriep, Joey Bieniek, Jacob Heeskens, Mats Hermanns, Jasper Weusthoff, Sven Trautmann

Trainer: Kolja Meyer, Tim Lemke

Abschlusstabelle:

1. Deutschland

2. Österreich

3. Schweiz

4. Dänemark

5. Italien

U 18 Frauen

Im Halbfinale ließen die deutschen U 18 Frauen dem Team aus Tschechien keine Chance. Ein deutlicher 3:0 Sieg (11:5, 11:4, 11:2) bedeutete den Finaleinzug. Dort traf man erwartungsgemäß auf die Österreicherinnen, die ihrerseits der U 18 Mannschaft aus der Schweiz ebenfalls mit 3:0 das Nachsehen gab. Vor vollen Rängen und hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein tolles Endspiel. Den ersten Satz sicherte sich Team Deutschland deutlich mit 11:4, begünstigt durch ein sicheres Aufbauspiel, aber auch durch zahlreiche Eigenfehler auf österreichischer Seite. Satz Nummer zwei gestaltete sich offner, die Gastgeberinnen waren nun auch mit einer verbesserten Abwehrleistung im Endspiel angekommen. Bis zum Zwischenstand von 8:8 war alles offen, erstmals 2 Punkte Führung für Österreich zum 10:8 und Satzball, den sie dann allerdings erst in der Verlängerung mit 14:12 nutzen konnten – Satzausgleich 1:1. Im dritten Satz lief Deutschland von Beginn an einem Rückstand hinterher, die Souveränität und Durchschlagskraft im Angriff aus dem ersten Satz waren dahin. Trotz zahlreicher Wechsel auf beiden Angriffspositionen fand die deutsche Mannschaft nicht ins Spiel zurück, verlor mit 5:11 Satz Nummer drei deutlich. Und auch im vierten Satz fand das deutsche Team zunächst keine Mittel gegen die starke Abwehr der Gastgeberinnen. Das Team kämpfte sich zwar noch einmal zurück, doch am Ende heißt es 11:9 für Österreich. Mit 3:1 Sätzen ging die Goldmedaille nach Österreich.

Im Bild knieend vordere Reihe: 3. von links mit Nr. 3 Jana Brüggemeier; 4. von links mit Nr. 4 Linda Pochlatko; 5. von links mit Nr. 5 Alma Thiel (alle Ohligser TV); Foto: https://faustball-liga.de/


Kader: Joleen Wenzdorfer, Kathrin Schmitz, Jana Brüggemeier, Linda Pochlatko, Alma Thiel, Emilia Schwarz, Leni Hasselberg, Minh Anh Tran, Maja Rogosch, Summer Bewernick

Trainerinnen: Heike Hafer, Kim Trautmann


Abschlusstabelle:

1. Österreich

2. Deutschland

3. Schweiz

4. Tschechien

5. Italien


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